DEr HC Rödertal empfängt die ungeschlagenen Berlinerinnen
Die Rödertalbienen träumen vom Déjà-vu-Erlebnis gegen die Füchse Berlin. Denn schon in der Vorsaison kam es im Bienenstock zum Aufeinandertreffen der beiden Zweitligisten im DHB-Pokal. Nur damals war es die Auftakthürde beim Pflichtspielstart, diesmal ist es am kommenden Samstag in der 3-Feld-Sporthalle Großröhrsdorf (18:30 Uhr / live bei Sporteurope.TV) schon das Achtelfinale. Gelingt wie Ende August 2025 (36:33) ein Sieg, wäre der HC Rödertal nur noch eine Runde vom Haushahn Final4 in der Stuttgarter Porsche-Arena entfernt. Wer sich das packende Pokalduell am Samstagabend nicht entgehen lassen möchten, kann sich im HCR-Onlineshop noch Tickets ergattern und live vor Ort mitfiebern.
HCR trotz Pokalsieg im Vorjahr gewarnt
Auf Glück möchte sich HCR-Cheftrainerin gegen die Zweitliga-Mitfavoriten aus der Hauptstadt aber nicht verlassen. „Die Füchse sind trotz einiger Ausfälle gut in die Saison gestartet. Sie stellen eine gute, aggressive Abwehr, die der Gegner erst mal knacken muss. Wir haben uns für das Pokalspiel vorgenommen, über 60 Minuten eine konstant gute Leistung abzuliefern. Das ist uns in zwei Spielen nicht gut gelungen, weshalb dies ganz klar der Auftrag sein wird“, sagte Maike Daniels.
Immerhin ging das letzte Duell in der 2. Bundesliga im Mai dieses Jahres daheim mit 21:31 klar verloren. Doch der erfolgreiche Erstrundenauftakt mit dem dramatischen Sieg gegen Erstliga-Aufsteiger HC Leipzig hat gezeigt, dass selbst ein ersatzgeschwächtes Team der Bienen angriffslustig sein kann. Die Füchse hatten sich mit 32:29 gegen Werder Bremen in Runde eins durchgesetzt. Die Gesamtstatistik spricht für die Bienen: In den bisherigen 14 Pflichtspiel-Duellen seit 2018 gegen die Füchse gab es 9 Siege und ein Remis.
Alles anders ab Sommer: Füchse statt Füxxe
Ohnehin ist bei den Füchsen, die nicht mehr Füxxe Berlin heißen, ab dem 1. Juli alles anders. Mit dem neuen Namen will die Frauenabteilung ihre Zugehörigkeit zur traditionsreichen Marke Füchse Berlin unterstreichen und setzt ein klares Zeichen für die gemeinsame Zukunft des Berliner Handballs. „Die Marke Füchse Berlin hat sich außergewöhnlich positiv entwickelt und besitzt heute eine enorme Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen hinaus”, erklärte Britta Lorenz, Managerin der Füchse, auf der Berliner Homepage.
Die gemeinsame Identität innerhalb der Füchse-Familie gefällt auch Geschäftsführer Bob Hanning, der die Männer zum deutschen Meistertitel führte. „Ich freue mich sehr, dass die Frauenabteilung der Füchse Berlin wieder namentlich unter unser Dach kommt. Es ist hinsichtlich der Sponsorenentwicklung ein kluger Schritt, beide Marken noch enger zusammenzuführen und die Verbundenheit deutlich sichtbar zu machen. Ich wünsche den Frauen alles erdenklich Gute und hoffe, dass es mit dem neuen Namen vielleicht schon im kommenden Jahr in die 1. Handball-Bundesliga geht.“ Damit untermauert er die großen Ansprüche in der Hauptstadt.
Gäste noch ungeschlagen in der Liga
Die in der Liga noch ungeschlagenen Berlinerinnen, die nach dem 29:29-Remis im Topduell gegen Mitfavorit Bergischer HC mit 7:1 Zählern auf Rang drei der Zweitliga-Tabelle stehen, gehören wie im Vorjahr zu den Aufstiegsanwärterinnen. In der Vorsaison kamen sie als Tabellen-Dritter mit vier Punkten Vorsprung direkt vor dem HCR über die Ziellinie.
Nun starteten sie, ähnlich wie der HCR, mit Verletzungssorgen in die Saison. Die italienische Kreisläuferin Angela Cappellaro verletzte sich am Finger ihrer rechten Wurfhand und muss nach einer Operation pausieren. Zudem gibt es einen Engpass auf der Torhüterposition, nachdem sich der Verein und Zoe Ludwig einvernehmlich auf eine vorzeitige Beendigung ihrer Zusammenarbeit verständigt hatten. Die 27-jährige Ludwig war erst im vergangenen Sommer von der HSG Blomberg-Lippe an die Spree gewechselt. Somit steht Danique Trooster aktuell als einzige etatmäßige Torfrau zur Verfügung. Unterstützt wird sie teilweise von der erst 16-jährigen Mercy Hacker.
Geleitet wird die Partie vom erfahrenen Schiedsrichtergespann Steven Heine und Sascha Standke. Für kurzentschlossene Handballfans wird die Abendkasse in der 3-Feld-Sporthalle Großröhrsdorf ab 17:00 Uhr geöffnet sein.
