Die Pokalreise ist voerst beendet.
Die Rödertalbienen haben das Achtelfinale im DHB-Pokal gegen die Füchse Berlin verloren. Gegen den Zweitliga-Rivalen hieß es nach einem hart umkämpften Spiel am Ende 30:31 (16:14). Somit blieb das erhoffte Déjà-vu-Erlebnis aus. Denn im Vorjahr hatte der HC Rödertal die Berlinerinnen im Pokal noch besiegt (36:33). Dabei wäre der Weg zum Haushahn Final4 in der Stuttgarter Porsche Arena nur noch eine Runde entfernt gewesen.
„In der ersten Halbzeit hatte wir Schwierigkeiten Naomie Conze in den Griff zu kriegen, in der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht. Letztendlich haben wir vorne mindestens fünf freie Würfe nicht reingemacht, das ist Handball. Letzendlich bin ich sehr, sehr zufrieden, wie wir aufgetreten sind“, sagte Maike Daniels, die in Lilli Holste und Rozemarijn Alderden (jeweils acht Treffer) ihre erfolgreichsten Werferinnen hatte. „Es war gute Werbung für den Frauenhandball. Heute hat ein Tor entschieden, ich bin happy“, sagte Gäste-Trainerin Susann Müller.
Comeback von Zoe Davenport
Nach langer Verletzungspause stand bei den Bienen erstmals wieder Zoe Davenport im Kader, dafür mussten die Rückraumspielerinnen Arwen Gorb und Mor Shaul pausieren. Gegen die ebenfalls ersatzgeschwächten Füchse erzielte Lilli Holste das 1:0, nach einem gewonnenen Ball von Vanessa Huth. Nach der ersten Parade von Anja Rossignoli setzte sich dann Leonie Meersteiner durch. Schon frühzeitig agierte der HCR dann ohne Torhüterin im Angriff mit Überzahlspiel. Bo Dekker sorgte dann per Siebenmeter für die erste Zwei-Tore-Führung (6.). Die bewegliche Bienen-Abwehr provozierte immer wieder Fehler im Füchse-Aufbauspiel, belohnte sich dafür aber im Angriff aufgrund einfacher Fehler nicht konsequent genug.
Mit einer Pass-Falle ließ Rozemarijn Alderden die Gäste-Abwehr ins Leere laufen und erhöhte wieder auf 5:3. Berlin ließ sich zunächst nicht abschütteln. Nachdem die italienische Bienen-Keeperin einen Ball der Gäste fangen konnte, bediente sie umgehend Anna Franková per Konter zum 6:4 (14.). Es lief einiges, aber nicht alles rund, was Maike Daniels zur ersten Auszeit veranlasste. Die Niederländerin Rozemarijn Alderden suchte dann die Tiefe und hielt den Zwei-Tore-Vorsprung, Zoe Davenport meldete sich dann per Treffer endgültig aus der Verletzungspause zurück. Lea Grießer sorgte dann im Nachsetzen für das 10:8, die erste Drei-Tore-Führung wollte jedoch nicht gelingen.
Alderden und Conze in Ballerlaune
Im Gegenteil, Berlin glich nach eigener Auszeit bei nur noch einem Ballkontakt nach Zeitspiel zum 12:12 (24.) aus. Doch Rozemarijn Alderden zeigte sich in Ballerlaune und erhöhte umgehend. Auf der Gegenseite traf Naomie Conze nach Belieben. Anna Franková mit einem gefühlvollen Leger sorgte kurz vor der Halbzeit wieder für die Führung, Lilli Holste mit viel Zielwasser in den Winkel erhöhte wieder auf zwei Treffern, ehe Anna Franková per Konter zur ersten Drei-Tore-Führung traf (16:13/28.).
Nach dem Wechsel hielt Anja Rossignoli in Unterzahl die Führung fest. Rozemarijn Alderden hielt mit ihrem Treffer zum 17:14 die drei Tore plus. Danach nutzte Berlin die Überzahl mit einem 3:0-Lauf zum 17:17-Ausgleich. Lilli Holste traf dann unter Druck und Zeitspiel zur erneuten HCR-Führung. Als Leila Ott dann über ihre im Kreis liegende Gegenspielerin springen musste und den Ball in den Winkel setzte, kochte die Halle in Großröhrsdorf. Zoe Davenport von der anderen Seite und die agile Rozemarijn Alderden sorgten wieder für die Drei-Tore-Führung (21:18./39.). In dieser Phase vergaben beide Teams freie Bälle im Angriff. So ging es mit einem 23:23 in die Schlussviertelstunde.
Die erste Füchse-Führung gelang dann per zweiter Welle zum 24:23 – plötzlich waren es drei Tore Rückstand. Auszeit Rödertal. Berlin erhöhte vom Punkt weiter, Pia Kastner verkürzte für die Bienen per Schlagwurf auf drei Tore, Lilli Holste auf zwei. In der Crunchtime bekamen die Bienen die gegnerische Kreisspielerin Jonna Schaube nicht in den Griff. Lilli Holste leitete mit viel Tiefe und dem Treffer zum 27:29 die letzten fünf Minuten ein. Larissa Schutrups nagelte plötzlich das Tor zu. Erneut Lilli Holste sorgte für den Anschlusstreffer (28:29/56.). Für mehr reichte es dann nicht mehr, obwohl die Bienen in den Schlusssekunden noch die Chance zum Ausgleich hatten.
Für den HCR spielten: Larissa Schutrups und Anja Rossignoli im Tor; Rozemarijn Alderden (8 Tore), Pia Kastner (1), Natascha Foley (1), Lea Grießer (1), Bo Dekker (1/1), Vanessa Huth, Anna Franková (4), Leila Ott (2), Zoe Davenport (2), Mathilde Thun, Lilli Holste (8), Leonie Meersteiner (2), Emilia Ronge
