KADERNEWS: Rödertalbienen verpflichten Torhüterin Anja Rossignoli
Großröhrsdorf, Dienstag, 09.06.2026
Die Rödertalbienen haben in Anja Rossignoli eine Nachfolgerin für HCR-Legende Ann Rammer verpflichtet. Wohlwissend um die großen Fußstapfen beim HC Rödertal, kommt mit der 26 Jahre alten Rossignoli eine italienische Nationaltorhüterin in den Bienenstock, die in dieser Saison die zweitbeste Statistik in der 2. Handball-Bundesliga hatte. Die 1,80 Meter große Italienerin parierte in 28 Spielen 293 Bälle – das macht im Schnitt 10,5 pro Spiel. Im Vergleich: Ann Rammer, die ihre Karriere im HCR-Trikot gerade beendet hat, kam in der abgelaufenen Saison auf 7,2 Paraden pro Spiel.
Erste Italienerin im HCR-Trikot
„Anja hat in der vergangenen Spielzeit gezeigt, was für eine talentierte Torhüterin sie ist. Wir freuen uns die Lücke, die Ann Rammer hinterlassen hat, adäquat mit Anja wieder schließen zu können“, sagte Sport-Geschäftsführer Andreas Baier und freut sich auf die Italienerin: „Sie wird für die nächsten drei Jahre ein wichtiger Bestandteil des Bienen-Teams werden.“ Zugleich dankte er Liga-Kontrahent HL Buchholz 08-Rosengarten für den reibungslosen Ablauf beim Wechsel. „Ein besonderer Dank geht an Sven Dubau von Buchholz-Rosengarten und Berater Lutz Hennig, die diesen Wechsel möglich gemacht haben“, sagte Andreas Baier.
Somit haben wir künftig im Bienenstock die erste Italienerin in der HCR-Vereinshistorie. „Der Wechsel zu Rödertal ist für mich ein ganz besonderer Schritt, auf den ich mich sehr freue. Die klaren sportlichen Ziele und das professionelle Umfeld haben mich sofort überzeugt“, sagte Anja Rossignoli, die mit der Niederländerin Larissa Schutrups das Torhüter-Duo bildet. Sie möchte sich „hier sportlich und persönlich weiterentwickeln, meine Qualitäten ins Team einbringen und gemeinsam mit der Mannschaft eine erfolgreiche Saison gestalten. Ich freu mich darauf, das Team, den Verein und die Fans kennenzulernen und die neue Herausforderung mit voller Energie anzugehen“.
Erst mit 15 Jahren kam die Leichtathletin dank Papa zum Handball
Rossignoli kam zur Saison 2023/2024 von Yellow Winterthur aus der Schweiz, wo sie auch schon im European Cup spielte, zu den Handball-Luchsen. Dort entwickelte sie sich schnell zur Leistungsträgerin. Zudem war sie in der abgelaufenen Spielzeit Kapitänin des Teams. Ihr Handball-ABC erlernte die Italienerin erst im Alter von 15 Jahren in der Heimat beim SSV Brixen. Denn ihr Herz schenkte sie zunächst der Leichtathletik. Erst als der Papa in der handballbegeisterten Familie eine Torhüterin brauchte, überredete er seine Tochter. Dann ging es steil bergauf. Schon mit 19 Jahren wurde sie in den Kader der italienischen Nationalmannschaft berufen. Nun will sie mit den Rödertalbienen den Höhenflug angehen.
Spieltagsheft
Nachbericht
Rödertalbienen gegen Werder Bremen erfolgreich
Samstag, 07.02.2026, 18:30 Uhr I HC Rödertal – SV Werder Bremen 31:26 (15:14)
Die Rödertalbienen konnten das erste Heimspiel in der Rückrunde der 2. Alsco Handball-Bundesliga Frauen vor 531 Zuschauern erfolgreich gestalten und den 3. Tabellenplatz behaupten. Gegen den SV Werder Bremen hieß es am Ende 31:26 (15:14).
Trotz des klaren Erfolges war Chefcoach Maike Daniels mit dem Spiel ihres Teams nur bedingt zufrieden: „ Wir finden nur sehr schwer in das Spiel und hatten in der 1. Halbzeit gegen die schnellen Bremerinnen in der Abwehr unsere Probleme. In der zweiten Hälfte spielen wir bis zur 52. Minute so, wie ich mir das vorgestellt hatte, um die letzten acht Minuten herzuschenken. Hier fehlt uns einfach noch die Konstanz.“
Den ersten Treffer des Spiels erzielte Leni Ruwe für den SV Werder Bremen, sie war mit acht Treffern die Torschützenbeste des Spiels. Rödertal konnte zwar immer wieder ausgleichen, lief aber auch immer einem Rückstand hinterher. Besonders die Ruwe-Schwestern Leni und Emma stellten die Bienenabwehr vor Probleme. Erst drei Sekunden vor der Halbzeitsirene konnte Eleonora Stankovic mit einem Konter die erste Führung für die Rödertalbienen (15:14) erzielen. Daniels fand deutliche Worte in der Kabine. Die Chancenverwertung und auch die Abwehrleistung müssen besser werden.
Die Bienen begannen die zweite Hälfte wesentlich konzentrierter und plötzlich lief das Spiel. Jetzt legten die Gastgeberinnen vor und Bremen musste nachziehen. So ging es bis zur 40. Spielminute (21:19). Ann Rammer im Tor und Arwen Gorb prägten jetzt das Spiel der Rödertalbienen. Sie gaben die entscheidenden Impulse. Das druckvolle Spiel und die konsequente Abwehrleistung zeigten Wirkung. Bremen fand einfach keine Mittel. Innerhalb von nur 10 Minuten zogen die Gastgeberinnen auf 30:21 davon. Das Spiel war entschieden. Was dann geschah, ist nur schwer zu erklären. Der klare Vorsprung sollte eigentlich Sicherheit bringen, aber genau das Gegenteil war der Fall. Das Bienenteam war plötzlich völlig von der Rolle und so gingen die letzten acht Minuten mit 1:5 an die Gäste.
Am Ende stand immer noch ein deutlicher Erfolg mit 31:26 aber er hatte einen kleinen Beigeschmack. Auch Gästetrainerin Renee Verschuren war nicht ganz zufrieden: „Nach einer guten 1. Halbzeit hatten wir in der 2. Hälfte eine Schwächephase und werfen zu viele Bälle weg. Das hat uns ein besseres Ergebnis gekostet.“
Torfrau Ann Rammer wurde als wertvollste Spielerin vom Spieltagspräsentator Sachsen-Lotto ausgezeichnet.
Bereits am nächsten Wochenende empfangen die Rödertalbienen den VfL Waiblingen im Bienenstock. Anwurf am Samstag ist 18:30 Uhr.
Der HCR spielte mit:
Ann Rammer und Joleen Schneider im Tor; Rozemarijn Alderden , Shaul Mor (3), Lena Smolik (2), Isabel Wolff n.e., Bo Dekker (4/4), Vanessa Huth (1), Anna Franková (1), Leila Ott (3), Eleonora Stankovic (5), Jasmin Eckart (1), Lea Grießer (4), Natascha Foley, Leonie Meersteiner
7m: 4/6 : 4/4 Strafen: 2 x 2 Min. / 3 x 2 Min