A-Jugend-Quali: Bienen mit Moral und Comeback-Qualitäten

4. Mai 2026
A-Jugend-Quali: Bienen mit Moral und Comeback-Qualitäten

Das war nichts für schwache Nerven. Die A-Jugend der Rödertalbienen hat sich bei der mitteldeutschen Qualifikation dank der besseren Tordifferenz für die nächste Runde qualifiziert. Dafür brauchte es eine enorme Energieleistung der neu formierten HCR-Mädels. Denn das Auftaktmatch gegen die Wildcats vom SV Union Halle-Neustadt ging mit 32:38 in die Hose, weil die Abwehr und die Torhüterleistung zu harmlos waren. Und selbst die elf Treffer von Junioren-Nationalspielerin Pia Loona Kastner sowie die acht Tore von Ludmilla Janda brachten nicht die notwendige Sicherheit im Angriffsspiel. Zu viele technische Fehler, zu viele Fehlwürfe bei den Bienen, während auf der Gegenseite fast jeder Wurfversuche der Hallenserinnen im Tor landete.

„Im zweiten Spiel haben wir unseren Matchplan konsequent umgesetzt. Entscheidend war, dass die Mädels dem Trainerteam vertraut und die Inhalte angenommen haben. Im ersten Spiel hat man noch deutlich gesehen, dass viele Abläufe nicht greifen konnten – was auch erwartbar war, da die Mannschaft in dieser Konstellation noch nie zusammengespielt hat. Umso wichtiger war die Entwicklung im Turnierverlauf: Bereits im zweiten Spiel hat sich das deutlich stabilisiert, die Abstimmung wurde besser und das Team hat sich auf dem Feld gefunden“, sagte HCR-Trainer Ruben Arnold, der nach dem 28:24-Sieg der Magdeburgerinnen gegen Halle All-In gehen musste.

Und das gelang den Bienen im zweiten über 60 Minuten gehenden Match in bester Manier. 30:23 hieß es dann gegen den HSV Magdeburg. Der HC Rödertal hatte den vermeintlichen Favoriten klar bezwungen, hat den Gruppensieg um ein Tor verpasst und die Magdeburgerinnen somit rausgekegelt. „Besonders positiv war, dass die Spielerinnen Lösungen eigenständig erkannt haben. In Abwehr wie Angriff haben wir klare Fortschritte gesehen. Insgesamt war das ein spürbarer Schritt nach vorn, der zeigt, dass sich die intensive Trainingsarbeit auszahlt – und dass sich die Mädels dafür auch verdient belohnt haben“, ergänzte Ruben Arnold.

Machtdemonstration gegen Halle-Bezwinger Magdeburg

Das abschließende Spiel war eine Machtdemonstration der Bienen. Die vom Trainerteam besten eingestellten Mädels legten einen 6:2-Start hin, auch weil durch kluge Spielführung gleich fünf HCR-Mädels aus allen Lagen trafen. Und die deutlich offensivere Abwehr erwies sich als Bollwerk. Moral und Wille stimmten. Als Ludmilla Janda zweimal vom Siebenmeterpunkt Nerven bewies und die Bienen 8:3 in Führung gingen, war auch der Glauben ans Weiterkommen beim Team sichtbar. Jede Spielerin schaltete in der Beinarbeit einen Gang höher, auch wenn es bei zwei vollen Spielen in nur viereinhalb Stunden eine Kopffrage war.

Rödertalbienen beste Torjägerinnen

Eng wurde es nochmal fünf Minuten vor Schluss, als Magdeburg bis auf sechs Tore herankam, denn bei je einem Sieg der drei Teams ging es am Ende um die Tordifferenz. Doch abgezockt spielte der HCR die restlichen Minuten runter und konnte am Ende jubeln, während es bei den Magdeburgerinnen lange Gesichter gab. Mit insgesamt 17 Toren wurde U18-Nationalspielerin Pia Loona Kastner beste Torjägerin. Ludmilla Janda kam mit 15 Toren auf Rang zwei vor der Hallenserin Eva Zilinskas, die im vergangenen Sommer in der U18 von Litauen bei der EM dabei war und ab der neuen Saison für die Wildcats spielt.