HC Rödertal und Lena Smolik beenden Zusammenarbeit nach der Saison
Großröhrsdorf, Freitag, 22.05.2026
Der HC Rödertal und Spielerin Lena Smolik (26) werden nach der laufenden Saison getrennte Wege gehen. Der auslaufende Vertrag wird nicht verlängert.
Diese Entscheidung ist den Verantwortlichen des Vereins nicht leicht gefallen. Lena Smolik hat in den vergangenen Jahren sowohl sportlich als auch menschlich eine prägende Rolle innerhalb der Mannschaft sowie im gesamten Vereinsumfeld eingenommen. Als Kapitänin, Führungsspielerin und Identifikationsfigur hat sie die Entwicklung des Teams maßgeblich mitgestaltet und sich über viele Jahre hinweg mit großem Einsatz für den HC Rödertal engagiert. Trotz der großen Wertschätzung für Lena und ihrer Bedeutung für die Mannschaft haben sich die Verantwortlichen im Zuge der weiteren Kaderplanung dazu entschieden, zur kommenden Saison neue Wege zu gehen.
Auch abseits des Spielfelds ist Lena Smolik längst im Rödertal angekommen. Sie hat ihren Lebensmittelpunkt in die Region verlegt und ist beruflich bei Vitrea in Pulsnitz – langjähriger Partner und Sponsor des HC Rödertal – sehr glücklich. Zudem verbindet sie eine enge persönliche Freundschaft mit ihrem Spielerpaten Rajko Parpart von der Bikegarage.
Viele intensive Jahre voller Verantwortung und besonderer Momente – Lena Smolik im Abschied
„Die vergangenen Tage und Wochen waren für mich sehr emotional. Nach vielen intensiven Jahren wurde mir mitgeteilt, dass mein Vertrag nicht verlängert wird. Auch wenn ich selbst bereits mit dem
Gedanken gespielt habe, einen neuen Weg einzuschlagen, kam diese Entscheidung dennoch überraschend und war zunächst schwer zu akzeptieren.
Trotz der Enttäuschung überwiegt für mich der Stolz auf das, was wir gemeinsam in den vergangenen vier Jahren erreicht haben. Es war mir eine große Ehre, Kapitänin dieser Mannschaft zu sein, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam mit meinen Mitspielerinnen, dem Trainerteam, dem Staff und unseren Fans besondere Momente zu erleben.
Gleichzeitig blicke ich mit großer Dankbarkeit auf meine persönliche Entwicklung und meinen Einsatz für diesen Verein zurück. Ich weiß, wie viel Herzblut, Arbeit und Leidenschaft ich in dieser Zeit eingebracht habe – sportlich wie menschlich.
Ein besonderer Dank gilt unseren Fans, die mich stets begleitet und unterstützt haben. Eure Rückmeldungen und eure Wertschätzung bedeuten mir sehr viel.
Nun brauche ich etwas Zeit, um die vergangenen Wochen zu verarbeiten und einzuordnen. Danach werde ich meinen Blick wieder nach vorne richten – mit der gleichen Leidenschaft und Mentalität, die mich immer begleitet haben.“
Die Verantwortlichen des Vereins betonen insbesondere die Bedeutung von Lena Smolik über den sportlichen Bereich hinaus:
„Lena hat den HC Rödertal in den vergangenen Jahren nicht nur sportlich geprägt, sondern war insbesondere für unsere Nachwuchsspielerinnen eine außergewöhnlich wichtige Persönlichkeit. Sie war Vorbild, Ansprechpartnerin und Identifikationsfigur zugleich. Aus diesem Grund hätten wir uns sehr gut vorstellen können, sie künftig auch in einer Funktion im Nachwuchs- oder Trainerbereich weiter an den Verein zu binden. Wir respektieren jedoch ihren Wunsch, ihren Fokus zunächst anders zu setzen, und wünschen ihr für ihren weiteren Weg sportlich, beruflich wie privat alles erdenklich Gute.“
Der HC Rödertal bedankt sich bei Lena Smolik für ihren Einsatz, ihr Engagement und viele gemeinsame Momente in den vergangenen Jahren. Als Kapitänin und Persönlichkeit hat sie die Rödertalbienen über lange Zeit mitgeprägt – sportlich, aber vor allem auch menschlich.
Spieltagsheft
Nachbericht
Rödertalbienen gegen Werder Bremen erfolgreich
Samstag, 07.02.2026, 18:30 Uhr I HC Rödertal – SV Werder Bremen 31:26 (15:14)
Die Rödertalbienen konnten das erste Heimspiel in der Rückrunde der 2. Alsco Handball-Bundesliga Frauen vor 531 Zuschauern erfolgreich gestalten und den 3. Tabellenplatz behaupten. Gegen den SV Werder Bremen hieß es am Ende 31:26 (15:14).
Trotz des klaren Erfolges war Chefcoach Maike Daniels mit dem Spiel ihres Teams nur bedingt zufrieden: „ Wir finden nur sehr schwer in das Spiel und hatten in der 1. Halbzeit gegen die schnellen Bremerinnen in der Abwehr unsere Probleme. In der zweiten Hälfte spielen wir bis zur 52. Minute so, wie ich mir das vorgestellt hatte, um die letzten acht Minuten herzuschenken. Hier fehlt uns einfach noch die Konstanz.“
Den ersten Treffer des Spiels erzielte Leni Ruwe für den SV Werder Bremen, sie war mit acht Treffern die Torschützenbeste des Spiels. Rödertal konnte zwar immer wieder ausgleichen, lief aber auch immer einem Rückstand hinterher. Besonders die Ruwe-Schwestern Leni und Emma stellten die Bienenabwehr vor Probleme. Erst drei Sekunden vor der Halbzeitsirene konnte Eleonora Stankovic mit einem Konter die erste Führung für die Rödertalbienen (15:14) erzielen. Daniels fand deutliche Worte in der Kabine. Die Chancenverwertung und auch die Abwehrleistung müssen besser werden.
Die Bienen begannen die zweite Hälfte wesentlich konzentrierter und plötzlich lief das Spiel. Jetzt legten die Gastgeberinnen vor und Bremen musste nachziehen. So ging es bis zur 40. Spielminute (21:19). Ann Rammer im Tor und Arwen Gorb prägten jetzt das Spiel der Rödertalbienen. Sie gaben die entscheidenden Impulse. Das druckvolle Spiel und die konsequente Abwehrleistung zeigten Wirkung. Bremen fand einfach keine Mittel. Innerhalb von nur 10 Minuten zogen die Gastgeberinnen auf 30:21 davon. Das Spiel war entschieden. Was dann geschah, ist nur schwer zu erklären. Der klare Vorsprung sollte eigentlich Sicherheit bringen, aber genau das Gegenteil war der Fall. Das Bienenteam war plötzlich völlig von der Rolle und so gingen die letzten acht Minuten mit 1:5 an die Gäste.
Am Ende stand immer noch ein deutlicher Erfolg mit 31:26 aber er hatte einen kleinen Beigeschmack. Auch Gästetrainerin Renee Verschuren war nicht ganz zufrieden: „Nach einer guten 1. Halbzeit hatten wir in der 2. Hälfte eine Schwächephase und werfen zu viele Bälle weg. Das hat uns ein besseres Ergebnis gekostet.“
Torfrau Ann Rammer wurde als wertvollste Spielerin vom Spieltagspräsentator Sachsen-Lotto ausgezeichnet.
Bereits am nächsten Wochenende empfangen die Rödertalbienen den VfL Waiblingen im Bienenstock. Anwurf am Samstag ist 18:30 Uhr.
Der HCR spielte mit:
Ann Rammer und Joleen Schneider im Tor; Rozemarijn Alderden , Shaul Mor (3), Lena Smolik (2), Isabel Wolff n.e., Bo Dekker (4/4), Vanessa Huth (1), Anna Franková (1), Leila Ott (3), Eleonora Stankovic (5), Jasmin Eckart (1), Lea Grießer (4), Natascha Foley, Leonie Meersteiner
7m: 4/6 : 4/4 Strafen: 2 x 2 Min. / 3 x 2 Min