Bundesliga

Rödertalbienen kämpfen im Fernduell um Tabellenplatz zwei

25. März 2025

Samstag, 29.03.2025

 

Am kommenden Samstag, den 29. März 2025, kämpfen die Rödertalbienen in Mainz um die nächsten zwei Punkte in der Zweiten Handball Bundesliga.  Nach dem an Spannung nicht zu überbietenden Spitzenspiel am letzten Samstag, hofft Trainerin Maike Daniels wieder mehr Spielerinnen zur Verfügung zu haben.

Das Spiel wird kostenpflichtig auf www.sportdeutschland.tv übertragen.

Vorbericht

Rödertalbienen kämpfen im Fernduell um Tabellenplatz zwei

Vorschau: 1. FSV Mainz 05 – HC Rödertal

📅 Samstag, 29.03.2025, 19:30 Uhr
📍 Sporthalle Gymnasium Oberstadt, Mainz
📺 Livestream: www.sportdeutschland.tv

Rödertal will in Mainz zurück in die Erfolgsspur

Die Enttäuschung nach dem dramatischen Spitzenspiel gegen den SV Union Halle-Neustadt war groß. Mit der Schlusssirene mussten die Bienen den entscheidenden Gegentreffer hinnehmen und verpassten damit nur um Haaresbreite einen verdienten Punktgewinn. Doch mit etwas Abstand dürfte sich die Niederlage relativieren, denn unter schwierigen personellen Bedingungen zeigte das Team eine starke Leistung, forderte den designierten Aufsteiger bis an die Grenzen und erntete dafür viel Applaus.

Diese kämpferische Einstellung gilt es nun auch beim 1. FSV Mainz 05 erneut auf die Platte zu bringen. Die Gastgeberinnen des 23. Spieltages stehen mit 22:20 Punkten auf Platz 9 der Tabelle und haben sich damit ein solides Polster auf die Abstiegsränge erarbeitet. Der Vorsprung auf Buchholz-Rosengarten (16:30 Punkte) beträgt bereits zehn Minuspunkte, wobei Mainz noch zwei Nachholspiele zu absolvieren hat.

Für die Rheinhessinnen geht es darum, sich rechnerisch endgültig aus der Gefahrenzone zu befreien, während der HC Rödertal im Fernduell um Platz zwei weiterhin punkten muss. Nach dem vergangenen Wochenende rangiert der HC Leipzig mit zwei Punkten Vorsprung auf dem begehrten Relegationsplatz – Rödertal ist somit auf einen Ausrutscher der Messestädterinnen angewiesen.

Trainerin Daniels: „Wir müssen mit allem dagegenhalten, was wir haben“

Für den HCR ist der Fokus jedoch klar: Erst einmal die eigenen Hausaufgaben erledigen und mit möglichst voller Besetzung antreten. Trainerin Maike Daniels betont die Wichtigkeit der kommenden Trainingswoche:

„Wir müssen einige Spielerinnen wieder ins Training integrieren und dann schauen wir, dass wir am Samstag in Mainz im besten Fall zwei Punkte mitnehmen.“

Dass dies kein Selbstläufer wird, ist ihr bewusst – auch wenn Mainz zuletzt eine deutliche 26:34-Niederlage in Solingen hinnehmen musste:

„Wir wissen, dass Mainz am vergangenen Wochenende keine Top-Leistung gezeigt hat. Sie werden auf Wiedergutmachung aus sein. Wir müssen mit allem dagegenhalten, was wir haben.“

Diese kämpferische Einstellung dürfte sich auf das Team übertragen. Ein gutes Beispiel liefert das Hinspiel: Damals dominierte der HCR und gewann souverän mit 35:26. Auch das jüngste Auswärtsspiel bei den Kurpfalz Bären unterstreicht die Formstärke der Bienen – mit 39:19 gelang ein eindrucksvoller Erfolg.

Nun gilt es, diese Leistung auch in Mainz abzurufen und sich mit einem weiteren Sieg im Rennen um Platz zwei zu halten.

Spieltagsheft

Nachbericht

Bienen holen einen Punkt in Mainz

 

Spielbericht 1. FSV Mainz 05 – HC Rödertal 26:26 (13:16)

Zum nächsten Auswärtsspiel reisten die Rödertalbienen nach Mainz. Dabei hinterließ das intensive Spitzenspiel der Vorwoche seine Spuren. Santina Sabatnig erlitt eine schwere Handverletzung und wurde bereits operiert. Sie wird dem Team für den Rest der Saison fehlen. Lynn Molenaar kehrte nach ihrer Verletzung in Ketsch zurück in den Kader, hatte jedoch eine längere Pause hinter sich.

Trainerin Maike Daniels entschied sich im Rückraum für Lena Smolik, Vanessa Huth und Julia Mauksch. Von Beginn an war die geringe Durchschlagskraft aus der Distanz spürbar, weshalb die Bienen vermehrt auf Durchbrüche und das Zusammenspiel mit den Außenspielerinnen setzten. Besonders Alicja Pekala zeigte sich in der Anfangsphase treffsicher und markierte nach zehn Minuten den Treffer zum 5:5-Ausgleich.

Mitte der ersten Halbzeit fanden die Bienen besser ins Spiel. Die Abwehr agierte stabiler und erzwang Ballverluste der Gastgeberinnen. Dadurch ergaben sich schnelle Gegenstöße, die Julia Mauksch erfolgreich abschloss – so traf sie zur 9:11-Führung. Beim Stand von 11:15 reagierte die Mainzer Trainerin mit einer Auszeit, um den Lauf der Bienen zu unterbrechen.

Bereits in dieser Phase versäumten es die Rödertalerinnen, sich entscheidend abzusetzen. Mehrfach boten sich Chancen, den Vorsprung komfortabel auszubauen, doch klare Möglichkeiten blieben ungenutzt oder technische Fehler führten zu Ballverlusten. So ging es mit einer knappen, aber verdienten 13:16-Führung in die Kabinen.

Die zweite Halbzeit begann ähnlich wie die erste endete: Die Bienen haderten mit ihrer Chancenverwertung. Pfosten, gegnerische Torhüterin oder unpräzise Abschlüsse verhinderten eine höhere Führung. Mainz nutzte diese Schwäche konsequent aus und glich beim 17:17 wieder aus. Der Ausgleich wirkte jedoch als Weckruf, sodass die Bienen mit drei schnellen Toren auf 18:21 davonzogen.

Doch wie schon in Durchgang eins gelang es den Bienen nicht, ihre Führung auszubauen. Trotz Überzahl verpassten sie es, den Vorsprung weiter zu festigen. Klare Kontermöglichkeiten blieben ungenutzt, sodass Mainz erneut zum 21:21 ausgleichen konnte.

 

Dramatische Schlussphase mit spielentscheidender Szene

Bis in die Schlussminuten blieb das Spiel ausgeglichen. Rund 30 Sekunden vor Abpfiff führten die Bienen mit 25:26 und verteidigten in Unterzahl den knappen Vorsprung. Mainz hatte bereits passives Spiel angezeigt bekommen und nur noch einen Freiwurf mit einem Pass zur Verfügung. Saskia Wagner nutzte diesen Moment eiskalt aus und erzielte mit ihrem 13. Treffer den Ausgleich.

Doch die wohl spielentscheidende Szene ereignete sich bereits in der 57. Minute: Die Bienen führten mit 26:23, als Lynn Molenaar eine Zeitstrafe erhielt. Nur eine Minute später wurde Fabienne Büch mit einer Roten Karte disqualifiziert, sodass die Bienen für 50 Sekunden in doppelter Unterzahl (4 gegen 6) spielen mussten. Erst in den letzten 18 Sekunden war wieder Gleichzahl auf dem Feld. Mainz nutzte diese Phase konsequent aus und rettete sich noch zum Unentschieden.

Das Glück war in den letzten Spielen nicht auf der Seite der Rödertalbienen. Nun gilt es, sich im kommenden Heimspiel gegen den TuS Lintfort wieder zurück zu kämpfen. Die Verfolger hinter Halle-Neustadt sind enger zusammengerückt – jeder Punkt kann am Ende entscheidend sein. So könnte sich der Zähler in Mainz noch als wertvoller erweisen, als es zunächst scheint.

HC Rödertal spielte mit: Oliwia Kaminska, Andjela Roganovic – Lena Smolik (6), Fabienne Büch (6/4), Julia Mauksch (5), Alicja Pekala (4), Lynn Molenaar (3), Anette Rakkolainen (2), Jasmin Eckart, Vanessa Huth, Lea Grießer, Bo Dekker, Natascha Foley, Isabel Wolff.

Trainer/Betreuer: Maike Daniels, Frank Hein, Sven Hubald, Ann Rammer

Fotos: Mainz 05, A. Kretschmer