Rödertalbienen setzen mit einem 32:26-Sieg gegen Solingen-Gräfrath Heimserie fort

12. September 2026

Arwen Gorb mit Debüt nach längerer Verletzungspause

Die Rödertalbienen haben ihre Heimserie in der noch jungen Saison ausgebaut. Nach einer klaren Leistungssteigerung in Halbzeit zwei hat der HC Rödertal gegen den HSV Solingen-Gräfrath 76 mit 32:26 (12:12) gewonnen. Nach der Pokalsensation gegen den HC Leipzig und dem überzeugenden Auftritt gegen Leverkusen war es vor diesmal 487 Zuschauern der dritte Heimsieg in Serie. „In der zweiten Halbzeit waren wir viel aggressiver in der Abwehr gestanden. Und auch nach einem verlorenen Zweikampf haben wir dann besser ausgeholfen. Das hat uns Mut für den Angriff gegeben. Und wir haben weniger Fehler gemacht als in der ersten Halbzeit“, sagte HCR-Cheftrainerin Maike Daniels, die in Rozemarijn Alderden und Anna Franková (je fünf Treffer) ihre erfolgreichsten Werferinnen hatte.

Comeback von Arwen Gorb

Die Bienen konnten nach langer Verletzungspause wieder Arwen Gorb im Kader begrüßen, auch die zuletzt kurzfristig erkrankte Natascha Foley war wieder dabei. Der HCR begann mit einer 5:1-Deckung vor Torhüterin Larissa Schutrups in der Startsieben. Die Gastgeberinnen leisteten sich gleich zwei Fehler in der Offensive. Den ersten Treffer zum 1:1 markierte Bo Dekker vom Kreis. Die erste Führung im Spiel gelang erst nach sieben Minuten dank Rozemarijn Alderden (3:2) nach einem geduldig ausgespielten Angriff.

Die Gäste aus Solingen, die neben Nürtingen, Waiblingen und Mainz zu den vier noch ungeschlagenen Teams gehörten, agierten sehr beweglich in der Deckung. Im Angriff zeigte sich das Team des neuen Trainers Lars Fassbender treffsicher. So war es eine ausgeglichene Anfangsphase.

Nachdem Larissa Schutrups im Tor parierte, war Anna Franková von der Rechtsaußenposition erfolgreich. Solingen ließ sich nicht abschütteln. Dann probierte es Trainerin Maike Daniels mit vier Rückraumspielerinnen, brachte Natascha Foley zusätzlich. Die Finnin tankte sich vor den Augen ihrer weit angereisten Eltern mit viel Energie zweimal durch und sorgte nach einer Viertelstunde für die erste Zwei-Tore-Führung (8:6). Doch Solingen glich mit einem starken Kempa-Trick wieder aus (8:8). Nach einem überhasteten Abschluss nahmen die Bienen nach 20 Minuten die erste Auszeit.

Beim Wiederanpfiff stand dann Arwen Gorb das erste Mal wieder auf dem Feld. In der hektischen Phase verwarfen beide Seiten die Bälle nach Belieben. Mit viel Tempo in der zweiten Welle schaffte Lilli Holste das 10:9 (24.), auch Leila Ott sorgte per Siebenmeter (11:10) für die erneute Führung – Solingen hatte aber immer eine Antwort parat. Für eine komfortable Halbzeitführung reichte es so nicht, aber für ein 12:12.

Mehr Tempo und Tiefe in Halbzeit zwei

Nach dem Wechsel startete Pia Kastner auf der Spielmacherposition, auch Mor Shaul und Lea Grießer durften erstmals ran. Rozemarijn Alderden erhöhte dann auf 13:12, Leila Ott per Nachsetzen nach einem gehaltenen Siebenmeter auf 14:12 (32.). Dann trug sich Mor Shaul zum 15:13 in die Torschützenliste ein. Nach einem tollen Bodenpass von Mor Shaul schaffte Rozemarijn Alderden per Durchbruch die erste Drei-Tore-Führung im Spiel (16:13/35.). Anja Rossignoli hielt mit dem neunten von zehn Siebenmeter in dieser laufenden Saison die Führung fest, vorne tankte sich Pia Kastner (20:17/41.) durch.

Mit drei Toren plus ging es auch in die Schlussviertelstunde dank Anna Franková (22:19). Die hielt dank Arwen Gorb auch zehn Minuten vor Abpfiff. Nach einer Parade von Larissa Schutrups traf sie mit viel Tiefe zum 26:22 (51.), Pia Kastner erhöhte per Flugeinlage zum 27:22. Für sechs Tore plus drei Minuten vor Schluss sorgte Lea Grießer nach einem Zuckerpass von Arwen Gorb. Der Widerstand von Solingen war gebrochen. Den sehenswerten Schlusspunkt setzte Anna Franková – auch „Spielerin des Spiels“ – vom Kreis per Rückhandwurf nach einem Traumpass aus vollem Lauf von Pia Kastner, die vom Gegner in den Schlussminuten in Manndeckung genommen wurde.

Für den HCR spielten: Larissa Schutrups und Anja Rossignoli im Tor; Mor Shaul (4 Tore), Rozemarijn Alderden (5), Pia Kastner (2), Natascha Foley (2), Arwen Gorb (3), Lea Grießer (2), Bo Dekker (1), Vanessa Huth (2), Anna Franková (5), Leila Ott (3/2), Mathilde Thun, Lilli Holste (3), Leonie Meersteiner, Emilia Ronge