Alicja Pękala mit neuem sportlichem Fokus beim HC Rödertal

12. Mai 2026

Alicja Pękala mit neuem sportlichem Fokus beim HC Rödertal

Großröhrsdorf, Dienstag, 12.05.2026

Beim HC Rödertal steht zur kommenden Saison eine besondere Personalentscheidung fest: Alicja Pękala wird ihre Karriere im Profihandball beenden und künftig sportlich kürzertreten. Dem Verein bleibt die polnische Rückraumspielerin jedoch weiterhin erhalten – ab der neuen Spielzeit wird sie die zweite Frauenmannschaft des HC Rödertal in der 4. Liga unterstützen und dort ihre Erfahrung gezielt an junge Spielerinnen weitergeben.

Als Alicja Pękala im Sommer 2022 aus Polen ins Rödertal wechselte, war schnell klar, welches Potenzial in der Linkshänderin steckt. Mit ihrer außergewöhnlichen Wurfkraft, ihrem Ehrgeiz und ihrer Professionalität war die ehemalige polnische Jugendnationalspielerin auf und neben dem Spielfeld ein wichtiger Bestandteil der sportlichen Entwicklung der Rödertalbienen in den vergangenen Jahren. Vor allem aber überzeugte Pękala durch ihre menschliche Art, ihre Loyalität und ihre Präsenz innerhalb des Teams.

Geschäftsführer Andreas Baier würdigt die Bedeutung der Rückraumspielerin für den Verein: „Alicja war und ist für unseren Verein ein absoluter Glücksfall. Sie hat unsere Mannschaft sportlich enorm geprägt, aber vor allem auch menschlich. Mit ihrer Professionalität, ihrer Mentalität und ihrer positiven Ausstrahlung war sie für viele Mitspielerinnen ein echtes Vorbild. Umso mehr freut es uns, dass sie dem HC Rödertal weiterhin erhalten bleibt und ihre Erfahrung künftig in unsere zweite Mannschaft einbringen möchte. Gerade für unsere jungen Spielerinnen ist das unglaublich wertvoll.“

Für Alicja Pękala selbst ist dieser Schritt vor allem eine bewusste persönliche Neuausrichtung: „Ich werde die letzten vier Jahre beim HC Rödertal mit großer Dankbarkeit und vielen Emotionen in Erinnerung behalten. Es war eine Zeit voller Höhen und Tiefen – Höhenflüge, schwierige Momente,

Kämpfe und wunderschöne Erfolge. Am meisten wird mir jedoch die Atmosphäre in der vollen Halle in Großröhrsdorf und die Unterstützung unserer unglaublichen Fans in Erinnerung bleiben. Da ich aus Polen komme, wo Handball nicht so populär ist, war das eine riesige und sehr positive Überraschung für mich.“

Sie blickt mit großer Wertschätzung auf ihre Zeit bei den Rödertalbienen zurück: „Ich möchte mich bei allen Spielerinnen bedanken, mit denen ich die Kabine und den Platz teilen durfte, sowie beim gesamten Trainerstab und allen, die im Verein mitarbeiten. Gemeinsam haben wir großartige Arbeit geleistet und einen starken und ambitionierten Verein in der 2. Bundesliga aufgebaut, auf den wir stolz sein können.“

Auch künftig möchte Pękala ihre Erfahrung und Leidenschaft für den Handball im Verein einbringen: „Obwohl ich meine Profikarriere beende, freue ich mich sehr, Rödertal verbunden zu bleiben. Ich möchte die zweite Mannschaft unterstützen und jungen Spielerinnen helfen, sich weiterzuentwickeln und den nächsten Schritt im Handball zu machen.“

Mit der neuen Rolle von Alicja Pękala bleibt dem HC Rödertal nicht nur eine außergewöhnliche Persönlichkeit erhalten – sondern auch eine Spielerin, die den Verein in den vergangenen Jahren maßgeblich mitgeprägt hat und nun ihre Erfahrung nun an die nächste Generation weitergeben wird.

Spieltagsheft

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Nachbericht

Rödertalbienen gegen Werder Bremen erfolgreich

Samstag, 07.02.2026, 18:30 Uhr  I   HC Rödertal – SV Werder Bremen 31:26 (15:14)
 

Die Rödertalbienen konnten das erste Heimspiel in der Rückrunde der 2. Alsco Handball-Bundesliga Frauen vor 531 Zuschauern erfolgreich gestalten und den 3. Tabellenplatz behaupten. Gegen den SV Werder Bremen hieß es am Ende 31:26 (15:14).

Trotz des klaren Erfolges war Chefcoach Maike Daniels mit dem Spiel ihres Teams nur bedingt zufrieden: „ Wir finden nur sehr schwer in das Spiel und hatten in der 1. Halbzeit gegen die schnellen Bremerinnen in der Abwehr unsere Probleme. In der zweiten Hälfte spielen wir bis zur 52. Minute so, wie ich mir das vorgestellt hatte, um die letzten acht Minuten herzuschenken. Hier fehlt uns einfach noch die Konstanz.“

Den ersten Treffer des Spiels erzielte Leni Ruwe für den SV Werder Bremen, sie war mit acht Treffern die Torschützenbeste des Spiels. Rödertal konnte zwar immer wieder ausgleichen, lief aber auch immer einem Rückstand hinterher. Besonders die Ruwe-Schwestern Leni und Emma stellten die Bienenabwehr vor Probleme. Erst drei Sekunden vor der Halbzeitsirene konnte Eleonora Stankovic mit einem Konter die erste Führung für die Rödertalbienen (15:14) erzielen. Daniels fand deutliche Worte in der Kabine. Die Chancenverwertung und auch die Abwehrleistung müssen besser werden.

Die Bienen begannen die zweite Hälfte wesentlich konzentrierter und plötzlich lief das Spiel. Jetzt legten die Gastgeberinnen vor und Bremen musste nachziehen. So ging es bis zur 40. Spielminute (21:19). Ann Rammer im Tor und Arwen Gorb prägten jetzt das Spiel der Rödertalbienen. Sie gaben die entscheidenden Impulse. Das druckvolle Spiel und die konsequente Abwehrleistung zeigten Wirkung. Bremen fand einfach keine Mittel. Innerhalb von nur 10 Minuten zogen die Gastgeberinnen auf 30:21 davon. Das Spiel war entschieden. Was dann geschah, ist nur schwer zu erklären. Der klare Vorsprung sollte eigentlich Sicherheit bringen, aber genau das Gegenteil war der Fall. Das Bienenteam war plötzlich völlig von der Rolle und so gingen die letzten acht Minuten mit 1:5 an die Gäste.

Am Ende stand immer noch ein deutlicher Erfolg mit 31:26 aber er hatte einen kleinen Beigeschmack. Auch Gästetrainerin Renee Verschuren war nicht ganz zufrieden: „Nach einer guten 1. Halbzeit hatten wir in der 2. Hälfte eine Schwächephase und werfen zu viele Bälle weg. Das hat uns ein besseres Ergebnis gekostet.“

Torfrau Ann Rammer wurde als wertvollste Spielerin vom Spieltagspräsentator Sachsen-Lotto ausgezeichnet.

Bereits am nächsten Wochenende empfangen die Rödertalbienen den VfL Waiblingen im Bienenstock. Anwurf am Samstag ist 18:30 Uhr.

Der HCR spielte mit:
Ann Rammer und Joleen Schneider im Tor; Rozemarijn Alderden , Shaul Mor (3), Lena Smolik (2), Isabel Wolff n.e., Bo Dekker (4/4), Vanessa Huth (1), Anna Franková (1), Leila Ott (3), Eleonora Stankovic (5), Jasmin Eckart (1), Lea Grießer (4), Natascha Foley, Leonie Meersteiner

7m: 4/6 : 4/4 Strafen: 2 x 2 Min. / 3 x 2 Min