Eleonora Stankovic verlässt den HC Rödertal Richtung Champions League
Großröhrsdorf, Dienstag, 07.04.2026
Nach nur einem Jahr beim HC Rödertal endet die gemeinsame Zeit mit Eleonora „Eli“ Stankovic. Die österreichische Linksaußen schließt sich zur kommenden Saison dem Champions-League-Teilnehmer RK Krim aus Ljubljana an.
Stankovic war im vergangenen Sommer vom österreichischen Traditionsverein Hypo Niederösterreich ins Rödertal gewechselt und hatte beim Zweitligisten noch einen laufenden Vertrag. Mit der Anfrage, die einmalige Chance auf einen Wechsel zu einem Champions-League-Klub wahrnehmen zu dürfen, trat sie vor einigen Wochen an die Verantwortlichen des HCR heran.
Nach intensiven Gesprächen und reiflicher Abwägung haben sich beide Seiten einvernehmlich darauf verständigt, ihr diesen Schritt zu ermöglichen.
Entwicklung ermöglichen statt blockieren
„Als Eleonora mit dieser Perspektive auf uns zukam, war für uns klar, dass wir uns intensiv damit auseinandersetzen müssen. Eine Chance, bei einem Champions-League-Teilnehmer zu spielen, bekommt man nicht oft“, erklärt Andreas Baier, sportlicher Leiter des HC Rödertal. „Es entspricht unserer Vereinsphilosophie, junge Spielerinnen in ihrer Entwicklung zu unterstützen und ihnen keine Steine in den Weg zu legen. Wir wollen kein Hemmschuh sein, wenn sich eine solche Tür öffnet.“
Der Wechsel ist zugleich ein sportliches Ausrufezeichen für die Arbeit im Rödertal: Erneut schafft eine Spielerin, die unter Cheftrainerin Maike Daniels im Training und im Wettkampf weiterentwickelt wurde, den nächsten Karriereschritt auf internationales Topniveau. Das unterstreicht die Qualität der täglichen Arbeit im Verein – sowohl in der individuellen Förderung als auch in der taktischen und spielerischen Weiterentwicklung innerhalb der Mannschaft.
Sportlich wie menschlich ein Gewinn
Auch wenn die gemeinsame Zeit nur eine Saison umfasste, hinterlässt Stankovic bereits deutliche Spuren. Auf der Linksaußenposition überzeugte sie mit Tempo, Spielintelligenz und Variabilität. Darüber hinaus war sie als Co-Trainerin im Juniorinnenteam aktiv und engagierte sich im erweiterten Trainerstab. Im Team, im Staff und bei den Fans war „Eli“ schnell anerkannt und geschätzt – nicht nur wegen ihrer Leistungen auf dem Feld, sondern auch aufgrund ihrer offenen, professionellen Art.
„Nach einer intensiven und lehrreichen Saison beim HC Rödertal habe ich mich dazu entschieden, zur kommenden Saison eine neue Herausforderung anzunehmen und mich einem Champions-League-Verein – RK Krim – anzuschließen. Auch wenn meine Zeit hier nur ein Jahr gedauert hat, war sie für mich persönlich und sportlich sehr bedeutend. Ich habe mich vom ersten Tag an willkommen gefühlt – in der Mannschaft, im Verein und bei den Fans. Für das Vertrauen, die Unterstützung und den Zusammenhalt bin ich unglaublich dankbar. Mir ist bewusst, dass ein Abschied nach nur einer Saison nicht selbstverständlich ist. Umso wichtiger ist es mir, mich bei allen Verantwortlichen, meinen Mitspielerinnen, dem Trainerteam und besonders bei unseren Fans für die gemeinsame Zeit zu bedanken. Ich nehme viele wertvolle Erfahrungen und besondere Momente mit.
Jetzt freue ich mich auf den nächsten Schritt in meiner Karriere, werde aber die Zeit beim HC Rödertal in sehr guter Erinnerung behalten.
Vielen Dank für alles!“
Der HC Rödertal bedankt sich bei Eleonora Stankovic für ihren Einsatz, ihre Professionalität und ihr Engagement – sowohl in der 2. Bundesliga als auch im Nachwuchsbereich. Für die kommende Herausforderung in der EHF Champions League wünscht der Verein ihr viel Erfolg, sportliche Highlights und vor allem Gesundheit.
Spieltagsheft
Nachbericht
Rödertalbienen gegen Werder Bremen erfolgreich
Samstag, 07.02.2026, 18:30 Uhr I HC Rödertal – SV Werder Bremen 31:26 (15:14)
Die Rödertalbienen konnten das erste Heimspiel in der Rückrunde der 2. Alsco Handball-Bundesliga Frauen vor 531 Zuschauern erfolgreich gestalten und den 3. Tabellenplatz behaupten. Gegen den SV Werder Bremen hieß es am Ende 31:26 (15:14).
Trotz des klaren Erfolges war Chefcoach Maike Daniels mit dem Spiel ihres Teams nur bedingt zufrieden: „ Wir finden nur sehr schwer in das Spiel und hatten in der 1. Halbzeit gegen die schnellen Bremerinnen in der Abwehr unsere Probleme. In der zweiten Hälfte spielen wir bis zur 52. Minute so, wie ich mir das vorgestellt hatte, um die letzten acht Minuten herzuschenken. Hier fehlt uns einfach noch die Konstanz.“
Den ersten Treffer des Spiels erzielte Leni Ruwe für den SV Werder Bremen, sie war mit acht Treffern die Torschützenbeste des Spiels. Rödertal konnte zwar immer wieder ausgleichen, lief aber auch immer einem Rückstand hinterher. Besonders die Ruwe-Schwestern Leni und Emma stellten die Bienenabwehr vor Probleme. Erst drei Sekunden vor der Halbzeitsirene konnte Eleonora Stankovic mit einem Konter die erste Führung für die Rödertalbienen (15:14) erzielen. Daniels fand deutliche Worte in der Kabine. Die Chancenverwertung und auch die Abwehrleistung müssen besser werden.
Die Bienen begannen die zweite Hälfte wesentlich konzentrierter und plötzlich lief das Spiel. Jetzt legten die Gastgeberinnen vor und Bremen musste nachziehen. So ging es bis zur 40. Spielminute (21:19). Ann Rammer im Tor und Arwen Gorb prägten jetzt das Spiel der Rödertalbienen. Sie gaben die entscheidenden Impulse. Das druckvolle Spiel und die konsequente Abwehrleistung zeigten Wirkung. Bremen fand einfach keine Mittel. Innerhalb von nur 10 Minuten zogen die Gastgeberinnen auf 30:21 davon. Das Spiel war entschieden. Was dann geschah, ist nur schwer zu erklären. Der klare Vorsprung sollte eigentlich Sicherheit bringen, aber genau das Gegenteil war der Fall. Das Bienenteam war plötzlich völlig von der Rolle und so gingen die letzten acht Minuten mit 1:5 an die Gäste.
Am Ende stand immer noch ein deutlicher Erfolg mit 31:26 aber er hatte einen kleinen Beigeschmack. Auch Gästetrainerin Renee Verschuren war nicht ganz zufrieden: „Nach einer guten 1. Halbzeit hatten wir in der 2. Hälfte eine Schwächephase und werfen zu viele Bälle weg. Das hat uns ein besseres Ergebnis gekostet.“
Torfrau Ann Rammer wurde als wertvollste Spielerin vom Spieltagspräsentator Sachsen-Lotto ausgezeichnet.
Bereits am nächsten Wochenende empfangen die Rödertalbienen den VfL Waiblingen im Bienenstock. Anwurf am Samstag ist 18:30 Uhr.
Der HCR spielte mit:
Ann Rammer und Joleen Schneider im Tor; Rozemarijn Alderden , Shaul Mor (3), Lena Smolik (2), Isabel Wolff n.e., Bo Dekker (4/4), Vanessa Huth (1), Anna Franková (1), Leila Ott (3), Eleonora Stankovic (5), Jasmin Eckart (1), Lea Grießer (4), Natascha Foley, Leonie Meersteiner
7m: 4/6 : 4/4 Strafen: 2 x 2 Min. / 3 x 2 Min