Der gemeinsame Weg geht weiter – Maike Daniels bleibt Cheftrainerin des HC Rödertal
Großröhrsdorf, Donnerstag, 12.02.2026
Der HC Rödertal setzt ein klares und zukunftsorientiertes Zeichen: Cheftrainerin Maike Daniels hat ihren Vertrag unbefristet verlängert. Damit bleibt sie nicht nur verantwortliche Trainerin der Bundesligamannschaft, sondern zentrale sportliche Leitfigur im Gesamtkonzept des Vereins. In einer Phase, in der sich der HC Rödertal strukturell und sportlich weiter professionalisiert, steht diese Entscheidung für Stabilität, Leistungsanspruch und eine langfristig angelegte Entwicklungsstrategie.
Leistungssport mit klarer Handschrift
Seit ihrer Übernahme im Sommer 2021 hat Maike Daniels dem Verein eine eindeutige sportliche Identität gegeben. Unter ihrer Führung stieg der HC Rödertal 2022 verlustpunktfrei in die 2. Bundesliga auf. Es folgten zwei Vizemeisterschaften in den Jahren 2024 und 2025 – Ausdruck einer kontinuierlichen sportlichen Entwicklung auf hohem Niveau.
Doch für Daniels endet der Anspruch nicht beim Tabellenplatz. Ihr Fokus liegt auf strukturiertem Leistungsaufbau, klarer Trainingssteuerung und einer verbindlichen Spielphilosophie.
Der sportliche Leiter Andreas Baier unterstreicht die Bedeutung der Vertragsverlängerung:
„Der gemeinsame Weg geht weiter. Nach intensivem Austausch war für uns klar: Wir wollen diesen Weg langfristig zusammen gehen. Ich freue mich sehr, dass wir nach den erfolgreichen Jahren nun unbefristet mit Maike verlängern konnten. Es gibt noch viele gemeinsame Projekte und Ziele, und ich kann mir niemand Besseren vorstellen, diese zu erreichen. Sowohl das Sportliche als auch der Mensch Maike Daniels passt zum HCR, wie ich in „meiner“ Sportart sagen würde – wie die Faust aufs Auge.“
Cheftrainerin mit Gesamtverantwortung
Maike Daniels versteht ihre Rolle ausdrücklich über die Bundesligamannschaft hinaus. Als Cheftrainerin steht sie für die sportliche Leitlinie des gesamten Vereins – vom Nachwuchs bis in den Leistungsbereich. Gemeinsam mit Athletiktrainerin Chiara Schimpf arbeitete sie in ihrer zweiten Amtsperiode an einem nachhaltigen sportlichen Konzept. Ziel ist der systematische Aufbau eines leistungsorientierten Unterbaus, in dem Nachwuchstalente gezielt entwickelt und perspektivisch bis in die Bundesliga geführt werden. Dabei geht es ihr um die klare Verankerung von Leistungswillen, Professionalität und Trainingsqualität im gesamten Verein. Daniels versteht sich als Bindeglied zwischen Nachwuchskoordination und Bundesligateam, um ein einheitliches sportliches Verständnis zu etablieren.
„Ich habe beim HC Rödertal den Verein gefunden, bei dem ich meine Leistungsziele konsequent umsetzen kann“, erklärt Maike Daniels. „Mir geht es um absoluten Leistungssport – um Trainingsqualität, Leistungsbereitschaft und die klare Perspektive für junge Spielerinnen. Wenn wir Talente aus dem eigenen Nachwuchs bis in die Bundesliga begleiten können, ist das der nachhaltigste Erfolg.“
Erfahrung aus Spieler- und Trainerlaufbahn
Die 1985 in Bottrop geborene ehemalige Rückraumspielerin bringt umfangreiche Erfahrung aus dem Spitzenhandball mit. Als Spielerin wurde sie unter anderem Deutsche Meisterin mit dem HC Leipzig (2009, 2010), gewann den DHB-Pokal sowie den Supercup und sammelte internationale Erfahrung in EHF-Wettbewerben. Mit der Neckarsulmer Sport-Union stieg sie 2016 in die 1. Bundesliga auf.
Nach ihrer aktiven Karriere übernahm sie Trainerverantwortung in Neckarsulm, war interimsweise Bundesligatrainerin und sammelte parallel Erfahrung im Nachwuchsbereich. Seit 2021 prägt sie den HC Rödertal als Cheftrainerin. Darüber hinaus ist sie seit 2021 Teil des Trainerstabs des Deutschen Handballbundes und gewann 2023 mit der U-Nationalmannschaft die Bronzemedaille bei der Europameisterschaft.
Diese Kombination aus Spitzensporterfahrung und strukturierter Nachwuchsarbeit bildet die Grundlage ihres Ansatzes in Rödertal.
Signal an Mannschaft, Nachwuchs, Sponsoren und Fans
Die unbefristete Vertragsverlängerung steht für Vertrauen, Identifikation und gemeinsame Perspektive. Für die Mannschaft bedeutet sie klare Orientierung und sportliche Stabilität. Für den Nachwuchs steht sie für echte Entwicklungschancen. Für Sponsoren und Partner ist sie ein starkes Signal für Kontinuität und Professionalität.
„Wir wollen als Verein wachsen – sportlich, strukturell und menschlich“, so Daniels. „Es geht nicht um kurzfristige Ausschläge, sondern um nachhaltigen Aufbau. Dieser Weg braucht Zeit, Vertrauen und klare Prinzipien. Genau dafür stehen wir als HC Rödertal und ich als Person.“
Mit dieser Entscheidung schafft der HC Rödertal eine fundierte Grundlage für die kommenden Jahre – mit einer klaren Spielidee, professionellen Strukturen und dem festen Willen, Leistungssport auf hohem Niveau dauerhaft im Rödertal zu verankern.
Spieltagsheft
Nachbericht
Rödertalbienen gegen Werder Bremen erfolgreich
Samstag, 07.02.2026, 18:30 Uhr I HC Rödertal – SV Werder Bremen 31:26 (15:14)
Die Rödertalbienen konnten das erste Heimspiel in der Rückrunde der 2. Alsco Handball-Bundesliga Frauen vor 531 Zuschauern erfolgreich gestalten und den 3. Tabellenplatz behaupten. Gegen den SV Werder Bremen hieß es am Ende 31:26 (15:14).
Trotz des klaren Erfolges war Chefcoach Maike Daniels mit dem Spiel ihres Teams nur bedingt zufrieden: „ Wir finden nur sehr schwer in das Spiel und hatten in der 1. Halbzeit gegen die schnellen Bremerinnen in der Abwehr unsere Probleme. In der zweiten Hälfte spielen wir bis zur 52. Minute so, wie ich mir das vorgestellt hatte, um die letzten acht Minuten herzuschenken. Hier fehlt uns einfach noch die Konstanz.“
Den ersten Treffer des Spiels erzielte Leni Ruwe für den SV Werder Bremen, sie war mit acht Treffern die Torschützenbeste des Spiels. Rödertal konnte zwar immer wieder ausgleichen, lief aber auch immer einem Rückstand hinterher. Besonders die Ruwe-Schwestern Leni und Emma stellten die Bienenabwehr vor Probleme. Erst drei Sekunden vor der Halbzeitsirene konnte Eleonora Stankovic mit einem Konter die erste Führung für die Rödertalbienen (15:14) erzielen. Daniels fand deutliche Worte in der Kabine. Die Chancenverwertung und auch die Abwehrleistung müssen besser werden.
Die Bienen begannen die zweite Hälfte wesentlich konzentrierter und plötzlich lief das Spiel. Jetzt legten die Gastgeberinnen vor und Bremen musste nachziehen. So ging es bis zur 40. Spielminute (21:19). Ann Rammer im Tor und Arwen Gorb prägten jetzt das Spiel der Rödertalbienen. Sie gaben die entscheidenden Impulse. Das druckvolle Spiel und die konsequente Abwehrleistung zeigten Wirkung. Bremen fand einfach keine Mittel. Innerhalb von nur 10 Minuten zogen die Gastgeberinnen auf 30:21 davon. Das Spiel war entschieden. Was dann geschah, ist nur schwer zu erklären. Der klare Vorsprung sollte eigentlich Sicherheit bringen, aber genau das Gegenteil war der Fall. Das Bienenteam war plötzlich völlig von der Rolle und so gingen die letzten acht Minuten mit 1:5 an die Gäste.
Am Ende stand immer noch ein deutlicher Erfolg mit 31:26 aber er hatte einen kleinen Beigeschmack. Auch Gästetrainerin Renee Verschuren war nicht ganz zufrieden: „Nach einer guten 1. Halbzeit hatten wir in der 2. Hälfte eine Schwächephase und werfen zu viele Bälle weg. Das hat uns ein besseres Ergebnis gekostet.“
Torfrau Ann Rammer wurde als wertvollste Spielerin vom Spieltagspräsentator Sachsen-Lotto ausgezeichnet.
Bereits am nächsten Wochenende empfangen die Rödertalbienen den VfL Waiblingen im Bienenstock. Anwurf am Samstag ist 18:30 Uhr.
Der HCR spielte mit:
Ann Rammer und Joleen Schneider im Tor; Rozemarijn Alderden , Shaul Mor (3), Lena Smolik (2), Isabel Wolff n.e., Bo Dekker (4/4), Vanessa Huth (1), Anna Franková (1), Leila Ott (3), Eleonora Stankovic (5), Jasmin Eckart (1), Lea Grießer (4), Natascha Foley, Leonie Meersteiner
7m: 4/6 : 4/4 Strafen: 2 x 2 Min. / 3 x 2 Min